Vorzeichentest
Einstichprobenproblem
| Einseitig | Zweiseitig | ||
|---|---|---|---|
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Die Stichprobenwerte, die größer als der hypothetische Median
sind, bekommen ein "+" zugeordnet;
Werte, die kleiner sind, ein "-". Die Anzahl der positiven Vorzeichen wird gezählt und dient als Teststatistik.
Zweistichprobenproblem
Die
Beobachtungspaare dürfen nicht voneinander abhängen, d.h. das Wertepaar
muss unabhängig
vom Wertepaar
sein.
Besitzen beide Grundgesamtheiten den gleichen Median, gilt
.
Folgende Hypothesen können mit dem Vorzeichentest geprüft werden:
| Einseitig | Zweiseitig | ||
|---|---|---|---|
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Die Wertepaare der Stichproben, bei denen
gilt, bekommen ein "+" zugeordnet;
Wertepaare, für die
gilt, ein "-". Die Anzahl der positiven Vorzeichen wird gezählt
und dient als Teststatistik. Die Teststatistik entspricht der Anzahl der positiven Vergleiche (Differenzen der Werte bzw. Ränge):
mit
Für das Einstichprobenproblem sind die Werte der zweiten Stichprobe durch den hypothetischen Median zu ersetzen.
Bei Gültigkeit der Nullhypothese
ist die Summe der positiven Differenzen binomialverteilt mit
,
da der Median dem 50 %-Quantil entspricht. n' bezeichnet den nach Behandlung von Ties (Nulldifferenzen, Rangbindungen, s.u.)
verbleibenden Stichprobenumfang. Bei Gültigkeit der Nullyhypothese ist die Verteilung der Prüfgröße symmetrisch.
Approximation durch die Normalverteilung
Mit
nähert sich die Binomialverteilung einer Normalverteilung mit
,
als Faustregel
(
).
Mit
bzw.
ist die z-standardisierte Größe

näherungsweise standardnormalverteilt.
Bindungen (Nulldifferenzen) Sind im Zweistichprobenproblem die Werte von Beobachtungen von der ersten zur zweiten Stichprobe unverändert
oder im Einstichprobenproblem einige Werte gleich dem Median, ergeben sich Nulldifferenzen bzw. Bindungen (Ties),
die man so behandeln kann:
- Beobachtungen mit Rangbindungen werden eliminiert, d.h. der Stichprobenumfang wird reduziert.
- Die Beobachtungen werden zu gleichen Teilen den Gruppen zugeordnet. Bei ungerader Anzahl von Bindungen wird ein Beobachtungspaar eliminiert.
- Die Beobachtungen werden jeweils mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,5 einer der beiden Gruppen (+ oder -) zugeordnet.






















