19.1.1  Fehler erster und zweiter Art

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Hans behauptet, er kann feststellen, ob sein Getränk nachts bei Vollmond oder nicht gemischt wurde. Sie wollen mit einer Probe feststellen, ob das wirklich stimmt.
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Wir haben damit eine Nullhypothese getroffen, daß Hans diese ’Sonderbegabung’ nicht hat. Wir riskieren damit eine Irrtumswahrscheinlichkeit von 1,4 %. .
Generell: Wir wollen eine
Arbeitshypothese HA untersuchen. Da wir sie nicht direkt beweisen können, stellen wir zunächst eine Gegenhypothese (Nullhypothese) H0 auf. Diese versuchen wir dann zu widerlegen. []. Wir wenden bestimmen hierzu mittels Teststatistiken eine Zahl (Prüfgröße), und entscheiden damit für oder gegen die Nullhypothese. Hierzu bestimmt man zur Prüfgröße einen P-Wert, für den man ein Signifikanzniveau α vorgibt, in der Regel 5% oder auch 1%. Dieser gibt an, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine Nullhypothese unberechtigterweise ablehnt. .
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Hierbei kann passieren, daß man
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Die Wahrscheinlichkeit, eine richtig spezifizierte Arbeits- oder Alternativhypothese als solche zu erkennen P(HA|HA), wird als Power oder Teststärke bezeichnet und beträgt 1−β. .
Je kleiner
α ist, desto seltener wird zwar H0 fälschlicherweise abgelehnt (Fehler 1. Art), aber umso häufiger wird H0 fälschlicherweise beibehalten. Beide Fehler gleichzeitig ausschließen kann man nur duch eine Vollerhebung. .
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